Topbild: Abfall-Entsorgung zum Vorteil von Mensch und Umwelt

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Interner LinkMechanisch-biologische Abfallbehandlung

Aktuelles

PPP-Projekt der GTZ

Integriertes Abfallmanagement und mechanisch-biologische Behandlung von Siedlungsabfällen in der Gemeinde Villa Alemana, Chile.

PDF-DocumentWeitere Informationen zum integrierten Abfallmanagement in Chile, Spanisch (PDF - 1,3 MB)

Im Rahmen der Arbeiten, die die Gemeindeverwaltung von Villa Alemana zur Verbesserung der Abfallsituation und des Reinigungssystems seit April dieses Jahres durchgeführt hat, entwickeln die GTZ, die Kommune, die deutsche Firma FABER und die chilenische Firma für Umwelttechnik GPR – Gestión de Proyectos Regionales – das erste nationale Projekt sowie das dritte in Lateinamerika zur „mechanisch-biologischen Behandlung von Siedlungsabfällen“ als Methode zur biologischen Stabilisierung der Abfälle. Durch diese Behandlung werden die Umwelt-, die Gesundheits- und die ökonomischen Bedingungen der Enddeponierung vorbehandelter Abfälle optimiert.

Das Projekt wird auf der städtischen Mülldeponie von Villa Alemana durchgeführt, wobei 50 % (ca. 50 Tonnen pro Tag) der in der Stadt anfallenden Abfälle auf der Basis eines Pilotprojektes behandelt werden. Während des Jahres werden diverse Messungen und Überwachungen durchgeführt, um die theoretischen Ergebnisse zu bestätigen, die diese Technologie zur effizienten und umweltfreundlichen Abfallbehandlung erzielen soll, was im November der Öffentlichkeit vorgestellt und präsentiert wird.

Zusätzlich zu diesem technisch-betrieblichen Forschungs- und Entwicklungsbeitrag, der dieses Projekt für die nationale Abfallwirtschaft darstellt, ist das Projektteam damit beschäftigt, einen Integrierten Abfallwirtschaftsplan auszuarbeiten, der es erlaubt, das Thema „Abfall“ aus einer globalen Perspektive der nachhaltigen Entwicklung anzugehen und zu planen, indem ein neues sozio-ökonomisches System im Bereich der Behandlung kommunaler Abfälle geschaffen wird.

Mit dieser Arbeitsstrategie hat sich das Projekt bis in andere Bereiche der kommunalen und städtischen Verwaltung hinein erweitert, indem folgende Bereiche unter besonderer Beachtung analysiert werden:

  • Verwaltung und Finanzen
  • Abläufe
  • Logistik
  • Umweltverständigung und –erziehung
  • Gemeinwesenentwicklung
  • Kultur und Freizeit
  • Rechtliche und standardmäßige Gesichtspunkte

Ein besonderer Aspekt, bei dem das Projekt es geschafft hat, eine beachtliche Wirkung sowie wichtige Fortschritte zu erzielen und den ein wesentlicher Teil der Kommune Villa Alemana nun erfährt, liegt in der aktiven Beteiligung der Bürger.

Dank der guten Kommunikationsführung des Projektes zum Aufbau von Netzwerken lokaler Akteure schaffte man es, das GTZ-Projekt mit dem Regierungsprogramm „Ich mag mein Stadtviertel“, das vom Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung (MINVU) geleitet wird, zu ergänzen. Durch diese Annäherung ist es möglich geworden, dass die Strukturen und die öffentlichen und privaten Mittel organisiert zum Wohle der Stadt und ihrer Bewohner eingesetzt werden können, indem sie die Umsetzung und Entwicklung des Projektes hochattraktiv machen.

Ein klarer Beweis dafür, dass die Einbeziehung der Bürger auch entsprechend angenommen wird, ist die Ausbildung von mehr als 50 Überwachern, die an dem Programm zur nachbarlichen Schulung zu „Brigadas Ecológicas de Reciclaje” – BER’s – ( „Ökologischen Recyclingkolonnen“) für die spätere Einführung und Zertifizierung so genannter „Öko-Viertel“ teilnehmen.

Derzeit befindet sich die Arbeitsausrüstung im Entwicklungsprozess, und der Abschlussbericht steht kurz vor der Vollendung. Dieser wird voraussichtlich im November der Öffentlichkeit vorgestellt, wenn drei Workshops in drei Regionen des Landes durchgeführt werden: Antofagasta, Concepción und Villa Alemana. Die genauen Daten und das Programm dieser Events werden von der Organisation bekannt gegeben.

Im Folgenden finden Sie eine Reihe von Fotos, die die Weiterentwicklung der Abfallbehandlung in der Stadt Villa Alemana ab dem Jahr 2006 bis heute widerspiegeln, angefangen von der inzwischen geschlossenen Müllkippe von Quilpué bis zur heutigen Abfalldeponie von Villa Alemana mit mechanisch-biologischer Behandlung. Damit ist diese Deponie die einzige in Chile, die ihre Abfälle vor der Enddeponierung behandelt, vergleichbar mit dem europäischen, speziell dem deutschen Umweltstandard, wo laut Gesetz nur behandelte Abfälle deponiert werden dürfen.

Alzey - 17.10.2008

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